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Achtung! Diese Kurzgeschichte ist nichts für schwache Nerven, sowie zart beseitete Gemüter. Auch Jugendliche unter 18 Jahren sind gewarnt und sollten diese Geschichte meiden.
Ich hafte weder für die Inhalte, noch für resultierende Folgeschäden und möchte nicht mit dem Hauptcharakter identifiziert werden.





___( K ) ein ____ Motiv___

Die erste Frage ist meistens das Motiv. Warum? Warum, warum, warum. Die Menschen fragen in ihrer Wissbegierde, wobei ich mir sicher bin, das sie im Grunde etwas anderes interessiert. WAS habe ich getan? Und WIE habe ich es getan.
Meiner Meinung nach sollten alle zu ihrer blutrünstigen Veranlagung stehen.
Die Mehrheit des Volkes, und damit meine ich diese absolut korrekten und perfekten Menschen, tun genau das nicht, wenn es um Gewalt und Brutalität geht.
Wer schüttelt nicht entrüstet den Kopf, wenn es um die frühen Gladiatorenkämpfe geht? Als die armen, armen Tiere ( ja und meistens auch Kämpfer ) um ihr Leben kamen und dabei gleichzeitig von tausenden Menschen umjubelt wurden!

Aber wer von genau diesen Leuten gibt an, Horrorfilme zu lieben? Blut fließt in Massen und wir schauen uns an, wie Menschen angsterfüllt um ihr Leben rennen, wimmern und winseln. Menschen werden geschlachtet, zersägt und erleiden in allen möglichen Varianten die qualvollsten Schmerzen. Und so etwas schauen sich mit Sicherheit mehr als die Hälfte der Filmliebhaber gerne an?

Ganz offensichtlich gibt es zwischen den Gladiatorenkämpfen und den fiktiven Filmen den großen Unterschied von wirklich Stattgefundenem und Inszeniertem. Aber was für mich ganz offensichtlich nicht zu verleugnen ist: Menschen lieben es zu sehen, wie andere leiden.
Ich vermute, es ist der Nervenkitzel den jeder in seinem Leben braucht.
Ein blutiger Film dient dazu, unsere Lust nach Gewalt zu stillen, die viele im Alltag nur bruchstückhaft oder gar nicht finden.

Vielleicht eine unbewusste Art diese Gelüste abzureagieren. Aber um nicht zu weit abzuschweifen, bleibe ich bei dem Nervenkitzel, der sich beim Zusehen geholt wird.



Ich muss wohl dazu stehen. Ich brauchte auch einen gewissen Nervenkitzel in meinem Leben. Und ich habe auch einen Weg gefunden, jenseits des einfachen „Filme – Schauens“.

Ich bereue nicht eine Tat.

Ich bereue nicht eine Entscheidung.


Alles begann vor drei Jahren. Als Kind reicher Eltern stand mir schon in meiner Jugend ein Haufen Geld zu. Dankend nahm ich alles, was sie mir zusteckten. Sagte ich dankend? Mein halbes Leben, bis dahin zumindest, lief auf EIN Ereignis hinaus. Auszuziehen, und mich von ihrem Griff zu lösen. Alles was ich dazu brauchte, war die Volljährigkeit sowie noch mehr Geld, angesammelt durch meine vor – Liebe – blinden - Eltern.

Ja, ich bin ein Heuchler. Aber gibt es etwas dagegen zu sagen? Ich war auf diese Weise zufrieden. Ich konnte sie hassen und war glücklich dabei. Meine Alten dagegen, lebten zufrieden und glücklich in der Annahme, wir seien die perfekte, kleine Familie.

Nie werde ich vergessen, wie ihnen an meinem 18. Geburtstag das Grinsen aus dem Gesicht rutschte, als ich meine neuen Autoschlüssel nahm und bekannt gab auszuziehen. Ich packte das Nötigste in meinen neuen Mercedes und fuhr davon. Freunde, Bekannte und Verwandte ließ ich einfach zurück ohne ein Wort der Erklärung. Ich bin kein Freund langer Verabschiedungen und es gab auch niemanden, der mir so viel bedeutete, das ich dort geblieben wäre.

Zum Leben brauchte ich nicht viel. Küche und Wohnzimmer in einem. Ein kleines Bad. Fertig. Mein Leben hatte ich bisher, im Gegensatz zu meinen verschwenderischen Eltern, sparsam verbracht. Ein neues Konto wurde eröffnet. Mein Geld war sicher aufgehoben und außer Reichweite meiner enttäuschten Eltern. Eine Arbeitsstelle hatte ich gefunden. Ein Schlachthof nur wenige km von meiner Wohnung entfernt. Genug Geld um ein gutes Leben zu führen. Tierhälften vierteln und lagern. Meine Haupttätigkeiten. Und ein guter Beruf, um sich im Umgang mit scharfen Messern zu üben!




>Mein erstes Opfer: <

Samstagabend. Ein Tag wie viele andere. Und dieser lief ohnehin beschissen. Alles was ich wollte, war einen Whiskey nach den anderen hinunterzustürzen. Die Disco war alles andere als amüsant. Ein billiger Drecksladen, mit schlechter Musik und ungemütlichem Ambiente. Überteuerte und womöglich gestreckte Drinks konnten mein Gemüt auch nicht auffrischen.
Während ich die Menschen um mich herum betrachtete, entging mir, dass ich selbst bereits beobachtet wurde. Ein Typ, Mitte 20, kam direkt auf mich zu. Seine dunkelbraunen Haare nach hinten gestylt, grinste er mich an.
Mein erster Gedanke war sein breites, selbstsicheres Grinsen, das ihm schnell vergehen würde.
Michael, 26, Bürokaufmann. Einer dieser engagierten, jungen Business – Männer. Und schon gleich begann er zu erzählen. Small – Talk. Furchtbar.
Dabei erinnere ich mich nur noch an einen Wortwechsel.
„Was macht ein junges Ding wie du, alleine hier?“, fragte er, und war anscheinend der festen Überzeugung, seinen ganzen Charme einsetzen zu müssen. „Ich habe auf dich gewartet“, entgegnete ich herausfordernd. Und genau das war die Wahrheit.
Ich ließ mir einen letzten Whiskey spendieren und verließ dann gemeinsam mit Michael die Diskothek.

Als wir schließlich in seiner Wohnung waren, bat ich ihn noch etwas zu trinken zu holen. Ich hätte ihn eigentlich direkt darum bitten können, eine geeignete Waffe zu besorgen, mit der ich ihm den Schädel zertrümmern könnte. Ich entschied mich jedoch, ihn nicht direkt zu warnen und musste bei dem Gedanken ein wenig in mich hinein lächeln. Als er grinsend die Sektflasche herbeitrug, grinste ich zurück.
Als nächstes zündete ich Kerzen an und löschte das Licht, während er den Sekt öffnete. Billigfusel vom Supermarkt um die Ecke.

< Billiger Scheiß. Der Sekt spiegelt das wieder, was deine strahlende Fassade, die du dir zugelegt hast, überdecken soll! >, dachte ich mir und verachtete den Menschen, der sich vor mir aufs Bett warf.

Ich sagte ihm, ich wolle es etwas spannender machen, und ging in die Küche. Mit einem winzigen Messer erschien ich in der Tür. Was er nicht wusste: Ich hatte das große Küchenmesser und eine kleine Zange auf den Schuhschrank in seinem Flur platziert. Den Weg nochmal in die Küche wollte ich mir ganz einfach ersparen.
Ich setzte mich zu ihm. Spannung lag in der Luft. Er wartete darauf, mich anzufallen. Ich tat das Gleiche, wobei für mich der eindeutig größere Spaß dabei herausspringen würde! Ich sagte ihm, er solle sich umdrehen. Vorher jedoch stellte ich ihn vor eine Entscheidung. „Du musst dir eine Waffe aussuchen! Wählst du das Messer?“, und dann zögerte ich einen Moment, um mein Gelächter zu unterdrücken, „oder nimmst du die brennende Kerze?“
Wie erwartet griff er zur Kerze, bevor er sich schließlich umdrehte. Geduldig blies ich die anderen Kerzen aus, nur die in seiner Hand ließ ich brennen.

Als ich schließlich die Sektflasche zückte, und mich hinter ihn aufs Bett setzte, flüsterte ich ihm ins Ohr: „Du bist nicht mehr wert, als jeder andere deiner Sorte. Du bist nicht mehr, als ein flüchtiger Griff ins Regal!“ Bevor er sich verwundert umdrehen konnte, blies ich die Kerze aus. Es wurde stockdunkel. Im nächsten Moment traf die Flasche seinen Schädel. Ein dumpfer Schlag nach dem anderen, bis er bewusstlos aufs Bett sank. Als ich das Licht einschaltete und ihn mir ansah, wie er so dalag, verging mir die Lust ihn zu foltern. Er war es nicht wert, dass ich meine kreativen Ideen für ihn verbrauchte. Ich streifte durch seine Wohnung und fand schließlich in seinem Badezimmerschränkchen eine Packung Schlaftabletten. Vermischt mit dem ganzen restlichen Sekt flößte ich ihm die tödliche Dosis gewaltlos ein. Warum mehr Spuren als nötig hinterlassen?
Dann steckte ich die Messer zurück in die Küchenschublade. Zuvor entfernte ich jedoch sämtliche Fingerabdrücke und achtete darauf nichts in der Wohnung zu verändern oder zu berühren. Schlecht gelaunt wie zu Beginn des Abends verließ ich lautlos seine Wohnung. Niemand hatte mich ein – oder ausgehen sehen. Darum ließ ich mir den Spaß nicht nehmen, mit seiner Hand auf ein Stück Papier „wertlos“ zu schreiben, um den Zettel dann neben ihm niederzulegen.




> Das zweite Opfer: <

Bereits einige Tage später, verließ ich, erstaunlicherweise, gut gelaunt den Schlachthof und machte meinen Weg in die Innenstadt. Irgendetwas wollte ich mir kaufen. Ich wusste nur noch nicht genau, was.
Drei Stunden später, immer noch suchend, entschied ich, es an einem anderen Tag zu versuchen. Ich betrat die U – Bahnstation und wartete zusammen mit irgendwelchen uninteressanten Personen auf die U – Bahn. Alles verlief gewohnt alltäglich, bis schließlich ein Streit zwischen einem Mann und einer Frau ausbrach. Ich schätzte sie Anfang 30 und beobachtete heimlich den Verlauf. Er machte ihr eine Szene wegen irgendeinem anderen Kerl. Eins der üblichen Themen also. Die Leute drehten sich nach den beiden um, die immer lauter wurden. Der Streit endete mehr oder weniger, als Sie ihn stehen ließ und weglief. Er rannte natürlich hinterher. Man konnte nur noch vermuten, wie der Streit weiterging, weil die beiden außer Sichtweite waren. Ich jedoch, wollte mehr wissen. Unbemerkt nahm ich einen kleinen Umweg dorthin, wo ich die beiden vermutete. Wie erwartet, sah ich die Frau noch in die Damentoiletten laufen. Der Mann drehte sich wütend um und verließ die U – Bahnstation.

Ich betrat die Toilettenräume und vernahm direkt ein Wimmern und Heulen aus einer der Kabinen. Wir waren allein. Also entschied ich mich, ein Gespräch anzufangen.
„Ich weiß, es ist ein schlechter Rat, aber Sie sollten sich etwas beruhigen!“, meinte ich vorsichtig. Das Wimmern verstummte. Keine Antwort. „Hören Sie“, fuhr ich fort, „wie wäre es, wenn Sie erst mal herauskommen. Die Toiletten in der U – Bahn sind doch beim besten Willen nicht die Schönsten!“ Ein weiterer Moment ohne irgendeine Reaktion der Frau.
Doch dann öffnete sie die Tür und trat hervor. Mit verheulten Augen und verlaufener Schminke stand diese erwachsene Frau vor mir und erinnerte mich an ein kleines verheultes Kind.

Und sofort erblickte ich das Objekt meiner Begierde. Der funkelnde Ring, den sie am Mittelfinger der rechten Hand trug. Schon bald wäre er mein.

Meine Handtasche hatte zwei sehr dünne, lange Träger. Stabil genug, entschied ich.
Die Frau sah mich an: „Entschuldigen Sie bitte mein Auftreten. So bin ich sonst nicht!“ „Ach, das macht doch nichts. Wir haben alle mal einen schlechten Tag“, sagte ich beruhigend und trat einen Schritt näher, „da haben Sie aber einen schönen Ring!“ Die Frau schaute etwas überrascht auf ihre Hand, bevor sie daraufhin sofort wieder zu weinen begann. Wahrscheinlich ein Geschenk des Mannes, mit dem sie soeben gestritten hatte. Ich machte einen weiteren Schritt in ihre Richtung.
Schließlich trat ich hinter sie vor den großen Spiegel. Ich reichte ihr ein Taschentuch, das sie dankend annahm. Dann beugte sie sich über das Waschbecken und wusch sich ihr Gesicht.

In genau diesem Augenblick betrachtete ich mein eigenes Spiegelbild. Voller Faszination sah ich, wie mein Gesichtsausdruck immer wahnsinniger wurde. Meine Augen schienen pechschwarz und unmenschlich. Mein Mund riss weiter auf. Ein höllisches Grinsen. Ein fremdes Gesicht. Und doch erkannte ich mich selbst. Und es war ein gutes Gefühl mich so anzuschauen. Das war es, was mich glücklich machte. Der Moment, sowie die Vorfreude. Als die Frau sich schließlich aufrichtete und mein Gesicht im Spiegel sah, fuhr sie vor Schreck zusammen. Ich las Panik in ihren Augen, packte meine Tasche und begann sie mit aller Kraft zu strangulieren, noch bevor sie etwas tun konnte. Überrascht von ihrer Stärke, schlug ich schließlich ihren Kopf auf das Waschbecken, bevor ich sie endgültig erwürgen konnte.

Einige Sekunden lang atmete ich durch. Dann zückte ich eines der Messer, die ich vom Schlachthof zufällig dabeihatte und schnitt ihr den rechten Mittelfinger ab. Sie hatte schöne Hände und der Gedanke ihren Finger mitsamt des Ringes zu „tragen“ war eine ausgefallene Idee, wie ich fand.

In Windeseile verschwand ich aus der Toilette. Ich verließ auch die U - Bahnstation. Ein Taxi brachte mich sicher und unauffällig nach Hause. Die Zeugen hatten den Streit gesehen. Zwischen Mann und Frau. Und ich war nur ein unauffälliger Fahrgast. Wer sollte mich verdächtigen!? Die Mordwaffe hatte ich bei mir, sowie den wunderschönen neuen Ring, der weit wertvoller als alles Geld der Welt gewesen war. Ich hatte mit einem Leben bezahlt. Und das Schöne daran: Ich hatte nicht mit MEINEM bezahlt.




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Hier endet alles zunächst.
Ich warte auf Rückmeldungen, und wenn das der Fall sein sollte, wird die Geschichte fortgesetzt und die Handlung nimmt ihren Lauf.

Interessiert euch das Ganze nicht mehr, bleibt es dabei.

SO EINFACH!

Und ansonsten nehm ich gerne wieder gute und schlechte Kritik an!!!



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